"Strahlende Woche" 13.-17. Dezember 2010 Weimar

Flyer: Strahlende Woche
Demo Castorstop 13.12.10

Eine Aktionswoche zur Frage nach der Energie der Zukunft

Programm:

Montag, 13.12.2010
Schlittendemo / Fahrraddemo + Kundgebung vor dem MonAmi mit Volksküche

Dienstag, 14.12.2010
Demo Erfurt „wir strahlen schon“,
Filmabend im MonAmi: „Die Atomlüge“ Doku

Mittwoch, 15.12.2010
Infostand MonamI und Vortrag Wasserkraftanlage Gerber3,
Forum erneuerbare Energien, 20.00 Uhr MonAmi

Donnerstag, 16.12.2010
Vortrag Wasserkraft im Niketempel

Podiumsdiskussion ab 20.00 Uhr "Eine Stadt steigt aus"Niketempel Goetheplatz

Freitag, 17.12.2010
Stromwechselparty ab 20.00 Uhr Niketempel Goetheplatz/ Radio Lotte

Die Graswurzel Weimar veranstaltet aus aktuellem Anlass mit mehreren Partnern eine Aktionswoche unter dem Motto "ausgestrahlt" vom 13.-17. Dezember 2010 in Weimar. Die Aktionswoche findet in Einzelvorträgen, -filmen und -aktionen statt und kulminiert in einem Dialogforum am 16. Dezember 20.00 Uhr im Niketempel, das auch aufgezeichnet wird. Alle, die dies interessiert, sind hiermit landesweit herzlich eingeladen! Abschluss bildet eine Stromwechselparty am Freitag, 17.12.10 ebenfalls im Niketempel Weimar. Dort können Sie zu kernkraftfreien Stromanbietern wechseln - bringen sie bitte ihre Zählernummer mit!

DIALOGFORUM ATOMSTROM - EINE STADT STEIGT AUS

Moderatorin: Stefan Hasselmann
Referent: Sebastian Pfütze
Diskutanten:

  • Dr. Helmut Büttner (Stadtwerke Weimar)
  • Matthias Purdel (stellv.Kreisvorsitzender FDP Weimar)
  • Carsten Meyer (Grüne, Landtag)
  • Steffen Vogel (neueLinke, Stadtrat)
  • Robert Geheeb (SPD, AK Nachhaltigkeit)
  • Heiko Clajus (Wasserkraftbetreiber)
  • Jens Köpper (Student Weimar, Kernkraftimpuls)
  • Marco Weiß (CDU, Weimar)
  • Rainer Guerlin (Gebäudewirtschaft der Stadt Weimar)
  • Dirk Möller (Linke Weimar Stadtrat)
  • Sabine Wienhold (Netzbetreiberin Ilmenau, angefragt)

Thema Dialogforum:

Die Bundesregierung hat im Oktober ohne Not den Atomkonsens aus dem Jahre 2000 revidiert. Deutsche Kernkraft High-tech soll anscheinend weiter genutzt werden. Wozu? Regenerative Energie wächst seit dem erneuerbare Energie-Gesetz (1999) stärker nach als jemals angenommen. Zu einer von den Energieerzeugern vorgerechneten Energieklemme würde es wahrscheinlich nie kommen. Für den Ausstieg aus dem Atomausstieg gab es also nicht wirklich einen zwingenden Grund. Die Frage nach der Energie der Zukunft beschäftigt viele Menschen aktuell mehr als je zuvor, wie die Aktivitäten rund um die Castortransporte im Wendland im November zeigten.

Bis unsere Energie vollständig aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird, vergeht noch einige Zeit – Soll für diese Übergangszeit auf die CCS-Technologie gesetzt werden, deren CO2-Abgase aus Kohlenstaubverbrennung verflüssigt ins Erdreich verpresst werden? Wird dadurch die Klimabilanz geschont? Halten die Stromkonzerne den Strompreis wirklich preiswert, in dem er in abgeschriebenen Atommeilern noch 2-24 Jahre produziert wird? Jedes AKW schreibt täglich 1.000.000 EUR Reingewinn. Ist der Strompreis in den vergangenen Jahren jemals gesunken oder gar konstant geblieben?

Die Stadtwerke haben einen Versorgungsvertrag mit der Stadt. D.h .der kommunale Stromversorger muß den Strommix aus Kernkraft, Strom fossilen Ursprungs und einem geringen Anteil aus regenerativen Energien zwar von Eon abnehmen. Die Stadtwerke können jedoch grundsätzlich Energie einkaufen wo sie wollen, binden sich aber ledeglich 1-2 Jahre um den Strompreise zu kalkulieren. Ein Wechsel des Lieferanten dauert also 1-2 Jahre.

Gibt es Wege für die Stadt Weimar reinen Ökostrom durch die kommunalen Stadtwerke anzubieten? Kann sich die Stadt auch selbst verpflichten, ausschließlich ökologisch verantwortbar produzierten Strom in ihren Gebäuden und auf ihren Straßen zu verbrauchen?

Film - Die Atomlüge

Atomstrom ist sauber, sicher, unschlagbar effizient und billig - behauptet die Atomindustrie heute wieder mehr denn je. Die Diskussion um die Atomenergie ist hoch aktuell. Laufzeitverlängerung oder Ausstieg, diese Fragespaltet die Bevölkerung im Land. NDR Autorin Gesine Enwaldt ist für 45 Min auf Spurensuche gegangen. Wie sicher sind heute deutsche Atomkraftwerke im alltäglichen Betrieb und in Zeiten der Terrorgefahr? Was passiert eigentlich, wenn mal etwas passiert? Und wohin mit dem Atommüll? Was alles zahlt der Steuerzahler? Was sagt die Atomwirtschaft zu Reaktorsicherheit und Terrorgefahr?

Mit diesen Fragen hat die Autorin Gesine Enwaldt ihre Spurensuche für 45 Min begonnen.

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